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Ernährungstipps und die Umwelt

Haben Sie gerade in der Kantine gegessen und gesehen, wie viele Reste beim Abräumen auf dem Servierwagen stehen? Hatten Sie das Gefühl, etwas Gesundes zu essen? Viele Arbeitnehmer haben den Wunsch, vitalstoffreich und ballaststoffhaltig zu essen. Stattdessen landen sie mittags beim Döner oder essen im Sommer nur eine Glace, weil sie den Kantinenbrei leid sind. Was kann man als Arbeitnehmer/in tun, um gesundes Essen und Umweltbewusstsein unter einen Hut zu bringen?



Umweltbewusste Ernährung

Gesund und umweltfreundlich ist es, mehrmals pro Woche auf Fleisch zu verzichten. Pflanzliche Kost ist basisch und hilft gegen die chronische Übersäuerung, unter der viele Menschen leiden. Auch Klimaschutzzielen dient eine Reduzierung des Fleischkonsums. Die Lebensmittelproduktion erzeugt Treibgase, von denen ein Viertel aus der Fleischproduktion stammt.

Mit dem Kauf regionaler und saisonaler Lebensmittel senkt man die CO2-Emissionen. Statt im Januar Treibhaus-Erdbeeren vom anderen Ende der Welt zu essen, wartet man besser auf die regional angebauten Erdbeeren. Aktiver Klimaschutz geht leichter als man denkt. Zudem schmecken an der Sonne gereifte Produkte besser als unterwegs künstlich nachgereifte Früchte. Der Transport exotischer Obst- und Gemüsesorten in unsere Supermärkte verursacht alarmierende Emissionen. Treibhausanbau ist energieintensiv.

CO2-Gase senken

Umdenken ist gar nicht schwer. Wir alle können Umwelt- und Naturschützer werden, wenn wir bewusster wählen. Fakt ist: Unser Essverhalten definiert zu 15 Prozent den Ausstoss von Treibgasen. Auch wenn die konventionelle Lebensmittelindustrie alle möglichen Argumente gegen «Bio»-Nahrung auffährt: Produkte aus ökologischem Landbau sind gesünder, schmecken besser und wurden mit umweltbewussten Produktionsmethoden angebaut.

Nicht verwechseln sollte man den ökologischen Landbau mit allem, was sich heute «Bio»-Produkt nennen darf. Alle Lebensmittelskandale, die sich um angebliche Bioprodukte drehten, betrafen die Produktionsmassnahmen von Pseudo-Biobetrieben, die massenhaft konventionelle Supermärkte beliefern. EU-Biosiegel unterliegen verwässerten und halbherzigen Bestimmungen. Setzen Sie bewusst auf Nahrung aus ökologischem Landbau mit dem Knospe/BioSuisse-, Demeter- oder einem anderen anerkannten Siegel der ökologischen Landwirtschaft. Konventionell hergestelltes Gemüse verursacht 30 Prozent mehr Treibhausgase, enthält aber 100 Prozent mehr Pestizide.

Auch Kochen kann umweltfreundlich sein

Klimabilanzen beziehen sich auch auf die Zubereitung von Lebensmitteln. Mit dem Fahrrad einzukaufen, ohne riesige Tiefkühltruhe auszukommen und klimaeffiziente Elektrogeräte zu nutzen, ist gelebter Umweltschutz. Induktionsherde sparen bis zu 25 Prozent Strom gegenüber einem konventionellen Elektroherd. Beim Einkauf sollte man nur das in den Warenkorb legen, was man auch in Bälde verzehren wird. Wenn Tausende Tonnen Lebensmittel weggeworfen werden müssen, tut der Hunger anderer doppelt weh. 38 Millionen Tonnen weggeworfener Lebensmittel in der EU fielen in nur einem Jahr an. Daran können wir drehen.

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