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Facebook für den Job: geht das?

Facebook hat einen schlechten Ruf, was Arbeitssuchende und Angestellte angeht. Man liest immer wieder, dass potentielle Arbeitgeber auf sozialen Netzwerken wie facebook (fb), twitter, google+ die Bewerber und Bewerberinnen überprüfen. So manch einer soll wegen Partyfotos oder unachtsamen Tweets die Stelle nicht erhalten haben. Und dass Angestellte verwarnt werden, weil sie zu lange auf fb gechattet und gesurft haben, hört man auch des öfteren.



Ist facebook ein Jobkiller?

Diese Frage kann man sich zu Recht stellen. Und in gewissen Fällen muss man sie bejahen: wenn man allzu freizügige Fotos auf fb publiziert, jede Party und jeden Rausch dokumentiert, dazu vielleicht Cartoons oder Witze veröffentlicht, die nach ein paar Gläsern Bier extrem lustig, aber bei Tageslicht eher peinlich sind, tja, dann kann es sogar schwierig werden, einen Job als Putzmann oder –frau zu bekommen. Denn auch diese müssen nachweisen, dass sie zuverlässig und vertrauenswürdig sind.

Seien Sie sich bewusst, dass alles, was je im Internet publiziert wurde, wieder gefunden werden kann. Auch wenn ein Foto nur für eine Stunde auf fb war, es ist fast unmöglich, dieses vollständig und für immer zu löschen. Mittlerweile gibt es spezialisierte Anwaltsbüros, die sehr gut daran verdienen, diesen Geschichten nachzugehen und mit fb, google und anderen Plattformen für viel Geld um genau solche Anliegen ihrer oft berühmten Kunden zu streiten.

Facebook nutzen für den Job

Doch es geht auch anders: wenn Sie eine private Seite auf fb anlegen und sie für den (aktuellen oder zukünftigen) Job pflegen, indem Sie zum Beispiel berufliche Höhepunkte und die Stationen ihrer Weiterbildung dokumentieren, dann kann das einen möglichen Arbeitgeber überzeugen, dass Sie genau die richtige Person für die ausgeschriebene Stelle sind. Dabei ist es natürlich wichtig, dass Sie keine Geschäftsinterna ausplaudern (auch keine aus der Vergangenheit!).

Wenn Sie in einer Firma tätig sind oder einfach dem ganzen einen noch formelleren Anstrich geben möchten, können Sie eine «Fan-Page» erstellen, indem Sie sich auf ihrer privaten Seite einloggen und eine «offizielle Seite» anlegen (facebook.com). Unter «Info» geben Sie Ihre beruflichen Qualifikationen an und bei den «Meilensteinen» Ihren beruflichen Werdegang. Falls Sie dies mit Bildern oder Fotos ansprechend gestalten, werden Sie rasch viele «gefällt mir» bekommen. Auch hier gilt: je öfter Sie etwas veröffentlichen («posten»), desto interessanter ist es für die Leute, die Ihre Seite verfolgen.

Fan-Page: was geht und was nicht

Diese Fan-Page hat gewisse Regeln, an die man sich halten muss: Untersagt sind Preis- und Kaufempfehlungen, Handlungsaufrufe («Bestellen Sie jetzt ...») und Kontaktinfos. Sie können (und sollten) das Logo hochladen, wenn Sie in einer Firma tätig sind. Bitte besprechen Sie dies jedoch mit Ihren Vorgesetzten oder mit der Kommunikationsabteilung, denn jede Kommunikation des Unternehmens gegen aussen sollte innerhalb von gewissen Regeln erfolgen. Vielleicht bekommen Sie dann auch offizielle Fotos, die Sie hochladen können.

Was posten?

Eigentlich alles, was irgendwie mit Ihrem Job zu tun hat: ein tolles Restaurant (für Kundeneinladungen), ein Tipp für eine Powerpoint-Präsentation, ein witziges Erlebnis, Bilder von einer Messe, an der Sie für/mit Ihrer Firma waren. Auch lustige Videos und mal ein Song, der Ihnen gefällt – überlegen Sie sich dabei immer, wie mögliche Vorgesetzte oder Kunden darauf reagieren könnten. Was man eher vermeiden sollte, sind politische Aussagen.

Falls Sie eine Meldung hervorheben möchten, können Sie auf den Stern oben rechts clicken («vergrössern»), dann nimmt diese Meldung («Post») die ganze Breite ein. Falls Sie eine Fan-Page besitzen und einen Post an oberster Stelle behalten möchten, dann clicken Sie oben rechts auf den Bleistift und dann auf «oben fixieren» – diese Meldung bleibt dann für sieben Tage an erster Stelle.

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