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Schichtarbeit

Vor- und Nachteile der Schichtarbeit

Der klassische 9 to 5 Job stirbt mehr und mehr aus, stattdessen fordern Arbeitgeber von ihren Angestellten immer mehr Flexibilität. In besonderem Masse trifft dies auf Schichtarbeiter zu. Diese müssen im steten Wechsel arbeiten. Manchmal arbeiten sie von morgens bis mittags, manchmal aber auch die ganze Nacht durch. Das kann doch nicht gesund sein - oder?



Nachteile der Schichtarbeit

Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass Schichtarbeit bedeutende Auswirkungen auf die eigene Gesundheit haben kann. Sowohl durch Nachtarbeit an sich als auch durch den steten Wechsel der Arbeitszeit spielt die innere Uhr verrückt. Sie ist bei den meisten Menschen auf einen ganz bestimmten Tagesablauf gepolt. Schichtarbeiter haben deshalb nicht selten mit Schlaf- und Essstörungen zu kämpfen und fühlen sich ausserdem allgemein schlapp und antriebslos. Bei häufiger Nachtarbeit leidet ausserdem das soziale Umfeld, da natürlich die meisten Freunde und Bekannten nachts schlafen. Auch Beziehungen sind dadurch in einigen Fällen gefährdet und die Beteiligung an Hobbys in organisierten Verbänden wird zum Teil unmöglich. Das Problem erstreckt sich auch auf Feiertage. Planen Familie oder Freunde etwas für einen bestimmten Feiertag oder einen Sonntag, so können Schichtarbeiter nie sicher sein, ob sie am betreffenden Tag verfügbar sind. Für sie gibt es per se keine freien Tage und die meisten erhalten ihren Dienstplan erst wenige Tage vor einem neuen Monat. An diesem Plan kann sich dann auch noch durchaus etwas ändern, wenn zum Beispiel ein Kollege krank wird. Von Planungssicherheit müssen Schichtarbeiter sich daher weitgehend verabschieden.

Vorteile der Schichtarbeit

Unregelmässige Arbeitszeit bedeutet für einen Arbeitnehmer nicht nur Entbehrungen, es kann auch einige Vorteile mit sich bringen. Vielen reicht schon das höhere Gehalt im Vergleich zu einer Stelle mit geregelten Arbeitszeiten als Argument aus. Wer nachts oder am Wochenende arbeitet, erhält immer einen Zuschlag auf seinen normalen Lohn. Je nach Branche kann dieser bei 100 Prozent oder sogar mehr liegen. Bei einigen Arbeiten verringert sich dabei auch noch der Arbeitsaufwand, da zum Beispiel in der Gastronomie nachts weniger Arbeit anfällt als im Mittagsgeschäft. Ausserdem können Schichtarbeiter ihre Flexibilität auch zum eigenen Vorteil nutzen. Schichten lassen sich bei Bedarf mit einem Kollegen tauschen, um zu einem ganz bestimmten Zeitpunkt Zeit für andere Dinge freizumachen. Gerade der Früh- und Spätdienst sorgt auch dafür, dass Schichtarbeiter gefühlt mehr Freizeit geniessen. Sie können bei solchen Schichten den ganzen Tag für Tätigkeiten aller Art nutzen und sind nicht auf bestimmte Zeiten nach Feierabend angewiesen. Wer also auf sich und seine Gesundheit achtet, für den ist unregelmässige Arbeitszeit nicht zwingend etwas Schlechtes. Es lohnt sich aber in jedem Fall, auf den eigenen Körper zu hören und sich selbst nicht über Gebühr zu belasten. Schichtarbeiter sollten vor allem darauf achten, stets genügend Schlaf zu bekommen.

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